Flüssigkristalline Polymere, Liquid Crystal Polymers – LCP

Liquid Crystal Polymers (LCP) sind Polymere, die in der Hauptmolekülkette oder in den Seitengruppen flüssigkristalline Einheiten enthalten. Sie bilden somit einen Zwischenstatus zwischen dem flüssigen und festen Zustand. Es resultieren stäbchenförmige Molekülformen, die wenig flexibel sind. Daraus ergeben sich eine hohe Zugfestigkeit und ein hoher Elastizitätsmodul. Das Polymer ist in einem weiten Temperaturbereich beständig gegen Hydrolyse und wird oft für Präzisionsbauteile in der Elektrotechnik eingesetzt.

Eigenschaften

  • Dichte: 1,40 g/cm³
  • Gute Fließfähigkeit in der Schmelze ermöglichen die Herstellung sehr geringer Wandstärken
  • Flammwidrigkeit
  • Dimensionsstabil bei hoher Temperatur

Einsatzbereiche

  • LCP wird häufig in der Elektronik und Elektroindustrie für präzise Anwendungen wie z.B. Steckverbindungen, umspritzte Spulen, Lager oder Sonnenlichtsensoren eingesetzt.
  • Medizinische Geräte, Waagen, Lager, Dichtungen oder Pumpenteile oft in Verbindung mit einer aggressiven Umwelt
  • Hochpräzisionsteile mit hoher Temperaturbeaufschlagung

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