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Geschäumtes Polystrol – EPS (Expanded PS)

Der bekannteste Vertreter von geschäumtem Polystyrol ist Styropor. Styropor ist ein eingetragener Handelsname für des geschäumte PS der Firma BASF. Bei der EPS Erzeugung werden PS-Perlen, in die ein Treibmittel eingearbeitet ist, durch Wärme aufgeschäumt und in Form gebracht. Als Treibmittel kommen Flüssigkeiten mit einem niedrigen Siedepunkt zur Anwendung (z.B. Pentan, keine FCKWs).

Einsatzbereiche

Große Mengen an geschäumtem Polystyrol werden im Baubereich für Wärme- und Trittschalldämmungen eingesetzt. Der zweite große Anwendungsbereich sind die bekannten Formteile für Transportverpackungen, Kühlboxen usw.

Erkennungsmerkmale

  • PS sinkt im Wasser zu Boden
  • undurchsichtig und sehr leicht
  • besteht aus aneinander klebenden, geschäumten Kügelchen (an Bruchflächen deutlich zu erkennen)
  • EPS fühlt sich wegen seiner wärmeisolierenden Eigenschaft warm an
  • brennt wie PS

Historie

Ein Berliner Apotheker entdeckte 1839 ein ätherisches Öl, das sich allmählich in eine durchsichtige, zähe Masse verwandelte. Das Öl nannte er Styrol. Aber erst 1930 wurde bei der IG-Farbenindustrie die erste erfolgreiche technische Produktion des Polystyrols aufgenommen, nachdem Hermann Staudinger in den Zwanzigerjahren mit den Grundlagen der Polymere auch das Polystyrol enträtselte. Es lässt sich im Spritzgussverfahren, im Extrusionsverfahren und im Blasverfahren verarbeiten. Es ist unmöglich, hier alle Anwendungen dieses weit verbreiteten Massenkunststoffs aufzulisten: Im Wesentlichen wird er für Verpackungen, für Spielzeuge, im Bauwesen, für Haushaltsgeräte und elektrische Bauteile verwendet.